EuroQSS führt mehrere bestehende europäische Ansätze in einer universellen, modularen Architektur mit offenen Schnittstellen zusammen. Dabei unterstützt EuroQSS durchgängige hybride Quanten-Klassik-Workflows und schafft die nötige Abstraktion, damit Unternehmen, Forschende und Softwareentwickelnde Quantentechnologien nutzen können, ohne sich mit den Details einzelner Hardwareplattformen befassen zu müssen. Die Programmierung bleibt dabei weitgehend hardwareunabhängig. Offene Schnittstellen auf allen Ebenen ermöglichen die einfache Einbindung bestehender und künftiger Komponenten, egal ob Open Source oder kommerziell. So entsteht ein flexibles europäisches Quanten-Ökosystem, das unterschiedliche Technologien verbindet und sich kontinuierlich erweitern lässt.
Damit hybride Quanten-Klassik-Anwendungen zuverlässig ausgeführt werden können, koordiniert EuroQSS die klassischen und quantenbasierten Rechenschritte innerhalb einer gemeinsamen Infrastruktur. Eine auf QUARK aufbauende Benchmarking-Pipeline erfasst dabei Kriterien wie Laufzeit, Genauigkeit und Ressourcennutzung. Die Ergebnisse fließen in eine zentrale Benchmarking-Datenbank ein. Darauf aufbauend unterstützt ein KI-gestütztes Empfehlungssystem, das den QuaST Decision Tree weiterentwickelt, Anwenderinnen und Anwender bei der Auswahl geeigneter Quantenprozessoren, Compiler und Ausführungsstrategien. So verbindet EuroQSS hardwareunabhängige Programmierung mit hardwarespezifischer Optimierung und schafft eine Grundlage, die heutige NISQ-Systeme („Noise Intermediate-Scale Quantum“) ebenso berücksichtigt wie künftige fehlertolerante Quantencomputer.